Ablauf einer Ballonfahrt

Zunächst wird einmal alles ausgepackt.
Der Korb mit Gasflaschen und den Geräten bestückt und die Ballonhülle eingehangen.

Dann wird mit einem Ventilator-Gebläse Luft in die leere Ballonhülle geblasen.
Die Mitfahrer fassen gern mit an und sind notwendige Helfer.

Die noch schlappe Ballonhülle ist ein idealer Angriffspunkt für Windböen. Die Fläche in der sich der Wind verfangen kann, ist eben so groß wie das Ballonsegel an den Segelbooten einer großen Regatta. Es sind auch ebensolche Kräfte die sich hier entfalten. Es ist keine Seltenheit, dass bei bockigem Wind eine halb volle Ballonhülle die Ausrüstung mit samt dem Verfolgerfahrzeug und Anhänger, an dem sie zur Sicherheit angebunden ist, quer über die Wiese zieht.

Die Ballonhülle bläht sich gemächlich.

Wenn die Ballonhülle prall gefüllt ist, wird der Ventilator ausgeschaltet und die Luft in der Hülle mit dem Brenner erhitzt.

Langsam steht der Ballon auf, die Mitfahrer steigen ein und der Pilot heizt die Luft in der Hülle weiter auf.

Kurz vor dem Abheben, die Hüllenluft hat jetzt eine Temperatur von ca. 90 °C, erfolgt noch ein kurzer Funkcheck mit der Verfolgercrew, die den Ballon am Boden begleitet.

Der Ballon hebt unspürbar ab und entschwebt dem Boden.

Während der Ballonfahrt muss ca. alle 20 sec. die Luft in der Hülle nachgeheizt werden, um den Ballon in der gleichen Höhe zu halten.

Nach einer Fahrzeit von etwa einer Stunde, hält der Pilot nach einem geeigneten Landegelände Ausschau. Da sich der Ballon nicht in jede beliebige Richtung steuern lässt, kann dieser Landeplatz immer erst kurz vor der Landung ausgewählt werden.

Bei der Landung wird die Vorwärtsgeschwindigkeit die der Wind dem Ballon erteilt, durch Schleifen des Korbes am Boden abgebremst. Bei Windgeschwindigkeiten über 5 Knoten legt sich der Ballon, durch den Wind geblasen, unmittelbar nach der Landung um. Dabei sind alle Mitfahrer durch den elastischen Ballonkorb sehr gut geschützt.

Nach der Landung, öffnet der Pilot den sog. Parashut (Hüllen-Entleerungs-Ventil) und lässt die noch warme Luft entweichen. Die Verfolgercrew hilft dabei den Ballon mit der Top-Leine zu fixieren.

Nun kommt das schwerste der Ballonfahrt: Die Luft muss aus der Hülle wieder heraus.

Die Hülle wird ein Stück aufgerollt und in in den Hüllensack verpackt.

Bevor alles wieder im Ballonhänger verschwindet, noch eine kleine Verschnaufpause.

Es folgt die Rückfahrt zum Startplatz. Oft wird diese Rückfahrt irgendwo, wo es gutes Essen gibt ein wenig unterbrochen.
Ballonfahren macht süchtig aber auch Hunger und Durst.

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11.11.2006